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Wanderversuch 1: Der Vaiatiu führt zuviel Wasser / Wanderversuch 2: Der Regen stoppt uns
Puna'auia, French Polynesia
Wanderversuch 1: Der Vaiatiu führt zuviel Wasser
Wanderversuch 2: Der Regen stoppt uns
Mittwoch, 31. Januar 2018 - bedeckt, Schauer, bis 28°
Im 6 km südlich gelegenen Paea schwenken wir auf die Strasse ein, die ins Oroferotal hinein führt. Nach gut 2 Kilometern mit unzähligen der lästigen Schwellen, genannt „Ralentisseurs", parkieren wir am Ende der Teerstrasse. Unsere Wanderung das Tal hinauf findet leider schon nach 50 Metern ein unrühmliches Ende, da der Fluss namens Vaiatiu nicht trockenen Fusses überquerbar ist. Zwar könnte man die Wanderschuhe ausziehen und durch die Furt waten, aber der Fahrweg überquert nachher noch ein halbes Dutzend Mal den Fluss, und jedesmal Schuhe aus, Schuhe an - das ist uns zu dumm. Unweit nördlich von Punaauia gibt es eine weitere Wikiloc-Tour. An ihrem Anfang stellen wir fest, dass jetzt dort eine neue, breite Strasse bergwärts führt. Ein herunterkommender Chinese eröffnet uns, die Strasse führe 2 Kilometer bis zu einem Friedhof hinauf, samt Parkplatz, und dort beginne der „Sentier". Das ist uns natürlich recht, denn schon auf knapp 400 Meter Höhe ist die Wärme leichter erträglich. Wir steigen eine gute halbe Stunde auf breitem Weg auf, der in Privatland hineinführt, mit Hinweisen wie „Tapu", „Passage Interdit" etc., um die wir uns nicht kümmern. Wir haben gelesen, Privatland dürfe man durchqueren, man müsse nur den Besitzer fragen, sofern man ihn antreffe... Der anfänglich noch vorhandene Wald geht bald in Alpweiden mit einzelnen Gruppen von Pinien über, was Aussicht auf die Nordwestecke der Insel und nach Moorea erlaubt. Leider ist es heute bei bedecktem Himmel sehr trüb, was aber auf diesem schattenlosen Weg sein Gutes hat. An einem kurzen Seitenweg stossen wir auf einfache Sitzgelegenheiten aus Brettern. Während der Ruhepause fällt uns eine graue Regenwand auf, die sich von Westen nähert. Da wir es noch vermeiden können, wieder mal völlig durchnässt zu werden, kehren wir um. Noch unterwegs beginnt es zu regnen, aber wir schaffen es halbwegs trocken zum Auto zurück. Von der Beerdigung auf dem Friedhof, die schon bei unserer Ankunft im Gange war, schallt wohlklingender Gesang herauf. Da es nun stärker giesst, schalte ich die Scheinwerfer ein, was leider ärgerliche Folgen haben wird...
Ärger gibt es aber zunächst in der Wohnung, wo plötzlich einer der zwei Spültröge leckt. Schon gestern geschah das, worauf ich den Vermieter informierte, dass der Ablauf sich unter dem Trog gelöst hatte. Aber nun überläuft er erneut, obwohl wir ihn gar nicht benützt haben. Das Abwasser kommt vielmehr aus dem Röhrensystem, als die Bewohner über uns solches ablassen. Da muss was verstopft sein. Der Vermieter hat versprochen, morgen früh zum Rechten zu sehen (heute sei er mit der Feuerwehr im Einsatz...).
Dann der Hauptärger des Tages: Als Margrit ein Ersatzhemd für mich aus dem Auto holen will, macht die Fernbedienung keinen w***. Ich vermute, dass die Batterie im Schlüssel versagt und marschiere zur benachbarten Tankstelle, um eine neue zu kaufen. Die hat man dort tatsächlich - nur hilft das nicht. Leider ist die Ursache eine andere: Ich habe vergessen, das Licht zu löschen, die Autobatterie ist leer! Ich glaube, mit einiger Berechtigung über die französischen Autos schimpfen zu dürfen, bei denen sich die Scheinwerfer noch immer nicht mit der Zündung ausschalten. Mit dem Schlüssel kann man zwar die Fahrertür öffnen und von innen die Beifahrertür. Letztere lässt sich dann aber nicht mehr abschliessen. Der Kofferraum ist überhaupt nicht zu öffnen. Gut, dass morgen der Vermieter kommt; ich werde ihn noch per E-Mail bitten, ein Starthilfekabel mitzubringen. Der Pool sieht, mit Ausnahme einer heraushängenden Unterwasserlampe, repariert aus, offenbar muss sich nur noch ein Elektriker ans Werk machen.
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