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Gut ausgeschlafen mit drei FW, Rührei, Vollkornmüsli usw. kam ich "schon" um 09:30 Uhr auf die Piste.
Eitel Sonnenschein mit ein paar Wölkchen und knapp 420 Kilometers to go.
Ein Tankstop und ein Kaffeestop, ansonsten "keep rollin ..."
Um 15:00 stand ich dann vor dem Uluru, sprich Ayers Rock und habe mich mit drei Flaschen Wasser bewaffnet auf zwei Trails gemacht um die Westseite (Sonnenseite am nachmittag) zu erkunden.
Also auf den üblichen Fotos sieht der Uluru immer so symetrisch und gleichmäßig aus. Aber aus der Nähe betrachtet ist dieser gigantische Stein
sehr abwechslungsreich.
Durch die unterschiedlichen Sonnenstände wechselt die Farbe des Felsens von graubrau, hellbraun, rot, bis zum orange beim Sonnenuntergang.
Für diesen Anlass hat die Naturparkverwaltung einen speziellen Sunset-Carpark angelegt, wo wie im Autokino knapp 120 Autos nebeneinander stehend das Sonenuntergangsspektakel anschauen können. Für den Sonenaufgang gibt es ebenfalls einen speziellen Parkplatz.
Ich habe heute den Sonnenuntergang am Uluru via iPhone live nach Bergheim übertragen.
Und heute habe ich zum erstenmal in meinem Bullie einen Flötenkessel (toll ne ?) mit Wasser gekocht und mir zum Sonnenuntergang zwei Tassen Liptons ChaiLatte Tea gekocht.
"Style" geht eben auch bittesehr in der Wildnis nicht verloren myladies und mylords
Behave !
Morgen früh möchte ich einmal komplett um den Uluru herumgehen.
Die Strecke von knapp 10 Kilometern verläuft auf gut ausgebauten, turnschuhgeeignetenTrails.
Wichtiger noch als das richtige Schuhwerk ist hier aber der richtige Hut.
Eine breite Krempe UND ein eingebautes dichtschließendes Moskitonetz MUSS er haben, ansonsten brennt die Sonne einem im Nacken oder diese elenden, kleinen, vermaledeiten Mistfliegen treiben dich in den WAAAAHNSINN.
Die Aboriginals lassen die Fliegen angeblich gerne in ihre Ohren spazieren, quasi als Q-Tips Ersatz.
( Wieder eine tolle Prüfung für das Dschungelkamp .... )
Also zum Glück habe ich ja meinen absoluten genialen VAUDE - Vietkong Dschungelfliegenabwehrhut in tarnoliv dabei. Burkapflicht für Männer.
Endlich gleichberechtigt !!
Das Ding war mein ganz persönlicher Rettungsanker in der Not.
Und Q-Tips habe ich ja jede Menge dabei.
Nach fünf Kilometer Trail und dem tollen Sonnenunergang habe ich im Yulara Desert Resort Campingplatz zwei Nächte "unpowered campsite"
( Ohne Stromanschluss ) gebucht.
Das Resort besteht aus einem Campingplatz, einer Lodge und zwei Hotels. Zur Abendunterhaltung gibt es in der Lodge eine Openair Bar mit Livemusik und Do it yourself Grill.
Bei diesem Do it yourself Grill geht man an eine Fleischtheke wie beim Metzger und sucht sich sein Fleisch aus: Känguruh, Krokodil, Rind, Lamm, etc. Dann wird gewogen und auf einen großen Teller gepackt und man geht ein paar Meter weiter und haut sich sein soeben erworbenes Stück totes Tier selber auf den Grill. Das spart dem Restaurant den Koch und der typische Aussi stirbt ja bekanntlich für sein "barbie" (=BBQ). Er will das Tier immer am liebsten selber braten - JAAAAH !
Ich hatte irgendwie keinen Bock auf selber grillen und bin beim Flüssigbrot in Form von zwei Schoonern VB ( Victoria Bitter) geblieben. Shame on you Gerd
( Auserdem hatte ich schon Thunfisch ala Thai-Curry mit Crackern und Babybel Käs-chen beim sunset )
Gegen 22:00 Uhr bin ich dann zurück zum Campground getigert und hörte mir bekannte Klänge. "Stairway to heaven" auf einer einsamen Akustikgitarre wurde da gezupt.
Saß da doch tatsächlich ein Gitarrero im Dunkeln auf der Bank und spielte.
Da habe ich dann mal schnell meine Zupfe aus dem Bullie geholt und mich dazugesellt.
Ben aus Melbourne spielte ziemlich gut , aber mit Begleitung geht's natürlich noch besser.
Wir haben dann anderthalb Stunden gequatscht, gerockt, gebluest und gebeatled bis die roten Ameisen Ben dann etwas zu sehr über und in die Flipflops krochen. Ausserdem war ja auch schon eigentlich Nachtruhe angesagt.
Schade - das hat gut geklungen und Spaß gemacht.
Mit den üblichen beiderseitigen Respektbekundungen vor der Spielkunst des Gegenübers ( Das machen Gitarristen meistens....) haben wir uns dann noch eine gute Zeit gewünscht und Feierabend gemacht.
So wie ich jetzt auch.
good nite
Euer Gerd
- comments
Helga Loens Obwohl wir Dir alles Gute, Schöne, Tolle und auch Spaß gönnen: wir sind schon ein bischen neidisch! Trozdem: Lieben Gruß von Wolli und Helga.
Melli hmmm, bei dem Konzert wäre ich gerne Groupie gewesen! ;-) liebe Grüße!