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Nun sitze ich hier wortwörtlich im Schweisse meines Angesichtes und schreibe meinen Blog.
Nach einer lauen und insektenreichen Nacht war es heute morgen nur ein Katzensprung von Mataranka nach Katherine.
Schon nach knapp 80 Kilometern ging es links in den Busch zu den Cutta Cutta Tropfsteinhöhlen.
Zusammen mit einem Paar aus Fronkroisch hat der Parkranger mit uns um 09:00 Uhr den ersten Cavewalk des Tages gemacht.
Es ist eine sehr interessante Höhle mit Fledrmäusen und Brown King (Mulga) Snakes Nestern. Die Gutesten ruhten sich zum Glück gerade aus und der Ranger wusste auch genau wo die Schlangen lagen.
Interessant waren auch die Baumwurzeln der Riesen-Ficusbäume, die auch 30 Meter unter der Erde den Kalkfelsen durchdringen um ans Wasser zu kommen.
Nach knapp einer Stunde kamen wir wieder ans Tageslicht und das war auch gut so. In der Höhle war es extrem warm und stickig und oben war es nur warm (und schwül).
In der Ortschaft Katherine gab es sehr preisgünstigen Sprit (1,45 Dollor pro Liter) . Also habe ich den Bullietank geflutet und mich auf die Suche nach einem Supermarkt begeben.
Aber da heute "good friday" = Karfreitag ist war alles geschlossen.
Zum Glück hatte der örtliche Mäckes nach 20 Minuten ( klimatisierter) Wartezeit endlich einen large FW for me.
Ich habe in der Zwischenzeit das kostenlose langsame Mäckes-Wifi genutzt um deutsche Nachrichten zu lesen. Nur nicht ungedurldig werden ...
Nach der üppigen Kaffeepause ging es dann in den Nitmiluk Nationalpark zur Katherine River Gorge, wo ich mit drei Liter Wasser im Backpack um 12:30 Uhr einen ca. 9 Kilometer kangen "Windolf Walk" eingestiegen bin.
Bei 34 Grad und 98 % Luftfeuchtigkeit war das deutlich kräftezehrender als die bisherigen Trails.
Ich wurde aber reichlich belohnt mit einem grandiosen Ausblick über die Schlucht und den Fluß, sowie einem Bad im "Southern Rockhole" direkt unter einem ca 15 Meter hohen Wasserfall. Die Kulisse war absolut hollywoodverdächtig.(siehe Blogfoto)
Auf dem Rückweg merkte ich dann noch mehr den Unterschied zwischen Wandern in der Wüste des Uluru und dem aktuellen Dschungelpfad. So schnell wie das Wasser hier aus den Poren drückt, kann man es fast garnicht oben wieder einfüllen.
Für mich ein Grund mehr, solche Trails demnächst lieber frühmorgens, oder später am Nachmittag zu gehen.
Bei der Rückkehr am Parkplatz waren die drei Liter Wasser weggesüffelt und ein weiterer kalter "Kühlschrankl-Liter" war auch noch fällig. (Und das alles ohne einen zwischenzeitlichen Gang auf's 00.)
Im Kiosk des Nationalparks habe ich mir als Allererstes mal ein CORNETTO genehmigt, weil meine Brennstoffzelle schon lamentierte.
Gegen 16:00 Uhr fuhr ich dann wieder retour nach "Katherine City" um noch einen FW im Mäckes zu trinken und per Skypephone meinen "Liebliingspartner" Axel zu Hause am Karfreitag zu wecken um ihm und uns zu 23 Jahren gemeinsamer Geschäftspartnerschaft zu gratulieren. An dieser Stelle nochmals meinen Dank für die tolle und oft bewegte gemeinsame Zeit und das gegenseitige Vertrauen.
Thanks a lot man - Axel !
Dann gegen 17:00 Uhr fand ich einen akzeptablen Campingplatz und parkte meinen Bullie mitten auf der Wiese.
Die nächste Maßnahme war eine knapp halbstündige kalte Dusche.
Yeah, cool down man !
Denkste - 10 Minuten später ölte ich weiter vor mich hin, aber diesmal gepfegter.
Das "Original Bushman Personal Special Insect repellent Spray" hielt die Mosquitos leider nur begrenzt von ihrer Kernaufgabe ab.
Aber Glauben versetzt ja angeblich Berge. (Für 13 Dollar hätte ich mehr erwartet....)
Da heute am good friday der Alkoholverkauf per Gesetz untersagt ist, habe ich mir als Ersatztdroge eine eiskalte Cola Light Dose zuerst über die Stirn und den Nacken gerollt und dann ziemlich schnell weggezogen.
Dann habe ich eben noch in guter Gourmet-Manier eine Schüssel Asia-Cupnoodles mit Wasser übergossen und ich glaube die sind jetzt gerade al dente.
Also guten Appetit und bis tomorrow...
Euer
Gerd
- comments
wolli Hallo Gerd, noch nie habe ich so aufmerksam einen Reiseführer gelesen, und keiner war bisher so kurzweilig. Während Du Dich da mit Fliegen, Kängurus und Mückem rumschlägst, sitzen wir hier bei 25° auf der Terrasse. Ich bewundere Dich, wie Du so allein zurechtkommst und bin gespannt, wie Du in Deiner "Hütte" die Ostereier färbst. Alles Gute und bleib gesund - Wolli