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Mit continental breakfast in den Tag starten - der große Vorteil einer Hotelübernachtung. Der Start in den Tag heute übrigens leicht vermurkst, wegen einem defekten Kaffeautomaten am Buffet musste ich
ausnahmsweise mit Earl Grey Tee und nicht mit FW vorlieb nehmen.
Schmeckte zwar ein bischen bäh - ging aber auch irgendwie.
Der Weg führte heute in die Western Mac Donnell Ranges auf dem Larapinta uns später Namatjira Drive ( Auch Red Centre Way genannt) ca. 130 Kilometer auf asphaltierter Strasse bis zum Endpunkt Glen Helen Gorge nach Westen.
Auf dem gesamten Weg gab es der Reihe nach zu bestaunen:
Simpsons Gap, Standley Chasm, Serpentine Gorge, Ochre Pit, Ormiston Gorge und Glen Helen Gorge.
Bei den Gorges und Gaps handelt sich um Schluchten, bzw. Flußdurchbrüche die meistens auch noch einen akzeptablen Badeplatz mit Sandufer zu bieten haben.
Die Ochre Pits sind die Ockkergruben der Aboriginals, wo es weichen ockerfarbigen bis violetten bröckeligen Fels gibt, der zermahlen wird und mit Flüssigkeit verrührt dann zur Farbgewinnung für Felsmalereien oder auch für rituelles Bodypainting diente. (oder noch immer dient ?) Es ist bei 5000$ Geldstrafe verboten von diesem heiligen Bröckelgestein irgendetwas mitgehen zu lassen. ( Schade, ich hätte mich heute abend gerne etwas herausgeputzt und auch meinen Bullie ein wenig optisch gepimpt. )
Besonders eindrucksvoll fand ich die Standley Chasm.
Nach einer zehn Kilometer langen abzweigenden Anfahrt gelangt man zu einem Parkplatz, wo acht Dollar fällig werden und ein Fußweg von ca. 50 Minuten hin und zurück durch ein sehr steiniges Flußbett führt.
Hier war ich heilfroh meine Desertboots anzuhaben, denn teilweise ging es über meterhohe Granitbrocken und glitschige Flußkiesel.
Am Ziel des Tracks erwartet einen dann eine über 100 Meter lange knapp drei Meter breite Felsspalte mit seitlichen roten Felswänden und Überhängen von bestimmt 100 Metern. Hier scheint am Tag nur gegen 12:30 Uhr für knapp 20 Minuten die Sonne herein.
Eins sehr einzigartiger und toller Anblick.
Auf dem Rückblick zum Parkplatz kamen mir Leute entgegen, die es sogar auf Flipflops bis hierher gewagt und geschafft haben. Mutige Leute !
Jede einzelne Schlucht und Felsformation zu beschreiben würde jetzt aber ins Öde geraten.
Nur soviel - Die Route war schön für's Auge und die Sinne und es gab viel zu sehen. Allerdings ist es schwer das auf Fotos festzuhalten, weil man bei diesen Felstürmen ein 360 Grad-Objektiv haben müsste.
Gegen 16:00 Uhr war ich zurück im Hotel in Alice Springs und hab mich sofort in den Pool begeben ( Nicht über LOS und keine 2000 Euro einziehen )
Erstmal abkühlen nach diesem heißen Wüstentag.
Ausgehvorschlag für den Abend:
Zum Sonnenuntergang muß man in Alice Springs unbedingt auf den ANZAC-Hill fahren.
Da Alice Springs in einem rotfelsigen Gebirgskessel liegt strahlt die untergehende Sonne natürlich in den intensivsten Tönen auch auf die gegenüberliegenden roten Bergketten und alle Fotografen mit Ihren teilweise kiloschweren, stativgestützen Kameras
versammeln sich zum Sonnenuntergang hier oben zum Sundowner. ( Leider gab es da oben keine Cocktailbar )
Nach knapp einer Stunde mit den unterschiedlichsten Belichtungsvarianten blieb ich bis zum Nachglühen der Sonne, wobei der Horizont und einige kleine Wolken dann noch rot glimmen, aber weiter oben schon dunkelblauer Nachthimmel mit mindestens 50 prozentiger Sternenquote herrscht.
Das soll es nur an wenigen Punkten auf der Erde geben.
Für mich war das heute ein ganz spezieller Tag hier in Australien.
Und da werden mir auch schon passenderweise die Augendeckel gerade bleischwer ....
Good night !
Euer
Gerd
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Melli+Mycke ...wir habens sehen dürfen! ;-) Danke für die Bilder und die Nachricht! Traumhaft! Gaaaanz liebe Grüße!!! Melanie + Myriam
knippy2nd will auch was sehen!