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Die Nacht war mit nur 8 Grad recht kühl und klar. ( Wie die vielen Fliegen das wohl überleben ?)
Um 08:20 Uhr stand ich dann am Stein der Steine, dem Uluru und bin einmal drumrum gewandert.
Mit drei Litern Wasser im Rucksack weniger war ich knapp zwei Stunden später wieder am Parkplatz und natürlich gut drauf. Es ist wirklich eine einzigartige Umgebung hier.
In meinen Bullie zurückgekehrt und meines Fliegenschutzes entledigt habe den Gaskocher angeworfen und mir einen doppelten Nescafe gemacht.
Zusammen mit zwei HighEnergy Müsliriegeln war das mein Frühstück für heute. ( Das war im Hotel irgenwie doch etwas üppiger...)
Nach dem "Frühstück" habe ich mir die Aboriginal Ausstellung über die Kultur und Lebensgewohnheiten in diesem Gebiet im Culturecenter angeschaut.
Wie diese Ureinwohner hier dauerhaft überleben können ist sehr bemerkenswert. Die wissen halt wie es geht und vor Allem wo es was gibt hier in dieser Einode.
Die Traumzeitausführungen mit Ihren tierbezogenen Mythen und Gottheiten sind hier auch sehr interessant dargestellt, und gut erklärt worden.
Immerhin ist diese Entstehungsgeschichte deutlich älter als die in unseren sogenannten heiligen Büchern. Ob sie deshalb wahrer ist ?
Die Aboriginals hatten ja Keinen zum bekehren, so wie wir "Wessis"
Interessant ist auch, daß man einige Plätze am Uluru nicht fotografieren darf und das Fotos von kürzlich verstorbenen Menschen auch nicht öffentlich gezeigt werden dürfen.
Andere Länder ....
Gegen Mittag bin ich dann zu den sog. "Olgas" oder auch Kata Tutja knapp 40 Kilometer weiter westlich gefahren, um dort den "Valley of the winds" Trail zu gehen.
War die Umrundung des Uluru noch eine Turnschuhwanderung, hieß es hier
die Desertboots anzulegen und mindestens drei Liter Wasser im Rucksack mitzunehmen. (Es gibt zwar unterwegs Trinkwassertanks, aber das Zeug schmeckt nach "Hallenbad", so stark ist es gechlort.
Der Weg ist anspruchsvolle 8 Kilometer lang und es geht zu 70 Prozent über Geröll und steinige Wege mal rauf und mal runter.
Die Ausblicke sind genial, weil man im Unterschied zum Uluru zwischen den "Olgas" wandern kann. Optisch gesehen war das die reizvollere Tour muß ich im Nachhinein feststellen.
Nach knapp drei Stunden stand ich wieder bei meinem Bullie und war froh die Boots gegen FlipFlops einzutauschen. Das war eine Knie- und Knöcheltour - mein lieber Kokoschinsky.
So um 16:00 Uhr habe ich mir im Resort-Supermarkt tiefgekühlte Shrimps, Baguette und Cocktailsoße besorgt.
Die Shrimpstüte habe ich auf das sonnenüberflutete Armaturenbrett zum Auftauen gelegt und bin erstmal in den Pool gehüpft um mich abzukühlen, während die Shrimps genau das Gegenteil machten.
Dann noch schnell heiß geduscht - Vorsicht, denn wegen der Solaraufheizung des Warmwassers kann das schnell zu viel des Guten werden und man verbrüht sich.
Danach frische Klamotten an und ab zum Sunset-Boulevard am Uluru.
Da ich ja alle schönen Fotos gestern schon am gleichen Platz gemacht hatte, konnte ich heute abend FLIEGENFREI auf dem Fahrersitz meines Bullies sitzenbleiben wie im Autokino. Dazu gab es natürlich Shrimps mit Cocktailsoße, die mittlerweile aufgetaut waren und noch vorher nochmal kurz aufgekocht wurden. Lecker, lecker und das während der Uluru im Sonnenuntergang "voll abging!"
Kurz danach musste es leider alles schnell gehen.
Die Sonne war weg, die Bullieküche war aufgeräumt und nix wie schnell zurück auf den Campingplatz, bevor die Skippys wieder im Dunkeln vor die Autos springen.
Zwei Oberlehrerweisheiten dazu:
Das ist das Gesetz der Wildnis UND Die Wüste lebt !
Zurück auf dem Campingplatz brachte mich der Shuttlebus nochmal zur Pioneers Lodge Bar auf zwei VB.
Diese zwei verzischten sich heute recht schnell in den verschrumpelten und vertrockneten Zellen und zeigten auch nach diesem Tag eine leicht verstärkte Wirkung.
Also schon um 21:00 Uhr wieder zurück in die Rappelkiste um den Tag noch hochzubloggen und das war's.
Wirklich !
good nitechen
Gerd
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knippy2nd Yepp. Wieder daheim aus der Sierra! Weiter schreiben ... lese immer gern!