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Montag, 5. März 2018 - leicht bewölkt, 25°
Der kleine, aber auffällige Vulkanberg ist 490 Meter hoch, doch da nicht herauszufinden ist, auf welcher Höhe die Wanderung beginnt, können wir unsere sportliche Leistung nur an der Zeit messen, die wir für den Aufstieg brauchen: eine gute halbe Stunde. Um zum Startpunkt zu gelangen, müssen wir den Hügel erst auf einer Schaukelpiste umfahren; zum Glück nur einen Kilometer weit. Es gibt weder einen Wegweiser noch Markierungen - für Neuseeland recht ungewöhnlich. Der Weg ist aber trotz einiger kleiner umgestürzter Bäume in gutem Zustand, und auf dem Gipfel treffen wir eine hölzerne Plattform an. Die Sicht geht zum See, aber leider nur nach Norden.
Als weiteren Ersatz für eine längere Wanderung - diese gäbe es im Kaimanawa Forest Park, aber dort läuft man immer nur im Busch herum - nehmen wir den Bushwalk von Pukawa in Angriff. Das Dorf liegt 12 Kilometer westlich an der Südbucht des Sees; der Rundweg beginnt am oberen Siedlungsrand. Sehr viel Aussicht bietet sich auf diesem Weg auch nicht, dafür eine etwas andere als gestern. Vor dem Kratergipfel des gegen 1400 Meter hohen Haunungaroa wirkt der Maunganamu äusserst bescheiden. In diesem Wald können wir erstmals auf dieser Reise ein buntes Vogelkonzert hören. Zu entdecken sind die Sänger allerdings schwer. Einmal glauben wir einen der schwarzblau schimmernden Tuis zu sehen, auch „Parson's Bird" genannt wegen ihrer weissen Federbüsche am Hals. Einige mächtige Bäume ragen aus dem Wald heraus. Inzwischen können wir - mit Hilfe der Erinnerung an frühere Reisen, den einen oder andern wieder erkennen: Kauri, Rimu, Matai, Totara, Kahikatea und was sie sonst für Maori-Namen haben.
Wir haben noch Zeit für eine dritte kleine Tour parallel zum See. Umkehrpunkt ist ein Picknickplatz mit Sitzbank am Ufer. Von hier aus sehen die Ufer rund herum, soweit wir sie sehen können, fast völlig unbewohnt aus. In Pukawa treffen wir ausser prächtigen Villen auch einige „Baches" an. Bei einer dieser Hütten, vor der kein Auto steht, gucken wir durch die Glastür hinein, ob wir einen Esstisch sehen können. Oh ja, der ist vorhanden - wie es scheint, ist unsere Hütte wohl nicht der Normalfall.
Rückfahrt nach Turangi und Einkauf im New World. Damit geht unser letzter Tag in Turangi zu Ende. Morgen ziehen wir für die letzten sechs Tage nach Rotorua um, bevor wir in Auckland den Camper abgeben und Peter und Vera besuchen.
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