Profile
Blog
Photos
Videos
Samstag, 3. März 2018 - wechselnd bewölkt, 23°
Endlich mal wieder ein freundlicher, sonniger Tag. Heute müssen wir uns gar nicht ins Auto setzen, sondern können am New World und an der Touristeninformation vorbei zur Highwaybrücke über den Tongariro River wandern. Auf der andern Flussseite beginnt der Wanderweg, der zunächst im Zickzack auf den Hügel führt. Von einer Sitzbank haben wir tolle Sicht auf den wilden Fluss, den Tauposee, die Stadt und die Berge im Süden. Von den Gebäuden des Städtchens ist wegen der vielen Bäume nur wenig zu sehen. Die höchsten Vulkane namens Ngauruhoe und Ruapehu sind allerdings ausser Sicht. Langsam senkt sich der Weg zum Fluss ab und folgt diesem, wobei man ihn wegen des dichten Buschwerks nur selten zu Gesicht bekommt. Jogger, Hundespaziergänger und Radler kommen uns entgegen. Wir stossen auf eine der vielen schaukelnden Fussgänger-Hängebrücken, die es in Neuseeland gibt, überqueren sie aber noch nicht, sondern folgen weiter dem Fluss. Links ist nun Farmland, rechts Dickicht. Irgendwo kommen aus einem Seitenpfad zwei Sportfischer; wir folgen diesem Pfad einen halben Kilometer bis zu einer Biegung des Flusses, wo wir auf einem morschen Stamm unter einer riesigen Südbuche Pause machen. Im Vergleich zu den Buchen der nördlichen Hemisphäre hat dieser Baum winzige, lederige Blättchen, sie sind nur einen Zentimeter lang und einen halben breit.
Auf dem Rückweg queren wir den Fluss über die Hängebrücke und kehren durch die Stadt zur Hütte zurück. Die Tour dauerte insgesamt gut drei Stunden.
Am Nachmittag eine Einkaufsfahrt zum New World. Laut Reisebuch wurde die Stadt erst 1962 angelegt. Über die komplizierten Strassenverläufe mit den vielen Schlaufen brauchen wir uns deshalb nicht zu wundern. Zu Fuss konnten wir teilweise kleine Fusswege benützen und gelangten schnell ins Zentrum und zurück. Für die Rückfahrt mit dem Auto ist das Navi aber deutlich überfordert und jagt uns um viele Ecken, bis wir schliesslich via Hauptstrasse unsere Unterkunft wiederfinden. In der Umgebung macht sich heute der übliche Wochenend-Lärm mit Rasenmähern und Geräten aller Art bemerkbar, mit denen die Bewohner an ihren Behausungen werkeln. Das Quartier besteht aus eher bescheidenen Heimstätten; die wohlhabenderen Einwohner scheinen mehr in Flussnähe zu wohnen, wo wir extravagante Wohnbauten angetroffen haben.
- comments
Christel 23° und leicht bewölkt würde mir auch gut tun! Hier ist wieder alles weiss vom Schnee, im Moment ca. 2°, ab morgen soll es aufwärts gehen. Dieser Winter war seit Februar hart, affenkalt, tagelang unter 0° mit eisiger Bise - zum Flüchten. Ich sehne mich schon nach euren Temperaturen. Endlich mal ein richtiges Plus für euch!!!