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Freitag, 9. März 2018 - abnehmende Bewölkung, kühler Südwind, 22°
Während wir frühstücken, ist der Himmel noch reichlich grau, aber bald zeigt sich die Sonne, und von Süden her bringt der kühle Wind eine anhaltende Aufhellung. Der heutige Ausflug führt zunächst dem Westufer des Rotoruasees entlang zu dessen Nordufer. Den Besuch der Hanurama Springs lassen wir allerdings bleiben. Diese Quellen konnten wir einst gratis besuchen, während heute für den Buschrundgang 18 NZ$ Eintritt verlangt werden - reichlich happig, wie uns scheint. Auf andere Weise vermarktet werden die Orere-Wasserfälle, zu denen wir weiterfahren. Hier ist River Rafting angesagt. Auf grossen Schlauchbooten werden die begeisterten jungen Leute den Fluss und mehrere nicht allzu hohe Wasserfälle hinunter befördert. Die Wanderung durch das Tal und zu den Aussichtspunkten ist im Vergleich dazu nicht so „thrilling", aber durchaus befriedigend. Hier waren wir auch vor drei Jahren, aber nur beim untersten Wasserfall, so dass uns jene weiter oben, wo Überreste eines Wasserkraftwerks zu sehen sind, zunächst verwirrend unbekannt vorkommen.
Zweites Ziel ist der Rotoitisee, an dessen östlichem Ende wir an einem Strand mit Picknickplatz und WC erst mal Verpflegungspause machen. Nachher nehmen wir den Bushwalk zum Rotoehusee in Angriff. Der schöne Waldweg nimmt 45 Minuten in Anspruch und ist an seinem Ende leider recht enttäuschend, denn an den Rotoehusee heranzukommen, ist kaum möglich. Ein erster Versuch auf einem groben Buschpfad endet an einer winzigen, schlammig stinkenden Bucht. Dem Highway entlang marschieren wir gut 300 Meter weit zu einem Picknickplatz, aber dieser besteht nur aus einer Parkbucht mit einem Tisch direkt an der schnell befahrenen Strasse, und Sicht auf den See gibt es wegen des dicken Buschwerks kaum. Schade, aber wenigstens war es eine nette Waldwanderung.
Auf der Rückfahrt, die via Ostufer des Sees und durch Rotorua führt, durchqueren wir die Stadt trotz beginnender Rush Hour ohne grosse Verzögerungen. Ich klingle bei unserem Vermieter, der kurz nach 17 Uhr noch nicht zu Hause ist, und entschuldige mich bei seiner Frau für den schwarzen Ölfleck, den unsere schreckliche alte Kiste auf dem weissen Betonvorplatz hinterlässt. Er ist mir erst gestern aufgefallen. Bei den vorherigen Unterkünften stand der Camper entweder auf Gras oder Kies, so dass das nicht auffiel. Sie meint, wir sollten uns deswegen keine Sorgen machen.
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