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Früh um 6 Uhr werde ich von Hotel abgeholt. Kurz vor Sonnenaufgang fährt das kleine Fischerboot mit 4 wenigeren Gästen und mir in die Bucht von Lovina hinaus. Wir suchen nach den kleinen Delfinen, die um diese Tageszeit den Grill den es hier zu hauf gibt frühstücken. Als bald taucht auch schon eine Gruppe von ca 20 Delfinen auf, die lange Zeit neben dem Boot her schwimmt um dann wieder in der Tiefe des Wassers zu verschwinden und an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Ein lustiges Versteckspiel. Die Bootstour dauerte über 2 Stunden. Am Hotel angekommen leihe ich mir einen Scooter aus. Packe ein paar wenige Dinge die ich für 3 Tage benötige in den kleinen Rucksack. Ein paar t-Shirts, eine kurze Hose und ein paar Unterhosen sowie eine Badehose. Das große Gepäck lasse ich im Hotel sicher verwahren.
Ich breche auf folge 10km der stark befahrenen Küstenstraße. Dann geht es durch den Hauptort von Nord-Bali Richtung Süden.
Direkt auf die Berge zu. Erst flach, durch immer ländlichere Gegenden bis ich die Stadt hinter mir lasse. Langsam steigt die Straße an. In wilden Kurven windet sich die Straße empor. Ein gewaltiger Pass. Dieses Gebirge trennt Nord von Süd Bali. Im Norden ist es Niederschlagsarm. Auf der Südseite des Gebirges stauen sich jedoch die Wolken bis es meist gegen Mittag zu regnen beginnt.
Ich hatte gerade den Gebirgspass hinter mich gebracht, als schnell dicke schwarze Wolken, die nichts gutes verheissen aufziehen. Ich komme gerade an den Twin Lakes vorbei. Ein nettes Warung mit toller Aussicht auf die beiden Kraterseen bietet sich für eine Pause an. Nach dem ich unter dem überdachten Tisch Platz nahm öffnete der Himmel die Schleuse und ein Platzregen wie es ihn nur in den Tropen gibt ergießt sich. Auf der Straße bildet sich ein richtiger Fluss.
Nach dem ich schön gegessen habe Nasi Goreng mit chicken und eine frische Kokosnuss, danach noch einen Bali coffee warte ich ab. Nach knapp zwei Stunden hörte es langsam auf zu regnen. Ich zahle und riskiere weiter zu fahren. Die Straße geht nun immer weiter hinab. Ich fuhr sehr vorsichtig auf der nassen Straße. Diese führte vorbei an dem See mit dem Tempel an dem ich vorgestern bereits mit dem Taxi war. Dann besserte sich das Wetter allmählich, je weiter ich mich von den hohen Bergen entfernte. Dann schien plötzlich wieder die Sonne und die Straßen waren trocken.
Ich war bereits eine gute Stunde mit dem Roller unterwegs und hatte die Hälfte der Strecke hinter mir. Die Straße wurde kleiner und die Landschaft abwechslungsreich. Reisfelder wechseln mit kleinen ursprünglichen Dörfern ab. Immer wieder fährt man durch ein kleines Stück Urwald.
Dann erreiche ich mein heutiges Ziel. Ein Homestay in einem nicht touristisch erschlossenen ländlichen Reisanbaugebiet. Nur 10km von den UNESCO Reisterassen entfernt. Ich hatte das Homestay auch deshalb ausgesucht da der Gastgeber kleine Trekkingtouren durch die Reisfelder anbietet.
Ich frage auch gleich und er bietet mir an dass er mir seine Reisfelder, bzw die seiner Familie zeigt und ich erfahre alles über Reisanbau und Pflanzen und Tiere. Im Anschluss bringt er mich zu einer heissen Quelle wo ich Reflexen kann.
Ich sage sofort zu. Nicht fern vom Homestay ca. 3km befindet sich ein für die Hindu wichtiger Tempel einer der Top 10 auf Bali. Da sich das Wetter gebessert hat und es nicht mehr nach regnen aussieht schnappte ich mir den Roller und besuchte den Tempel. Ich war der einzige Tourist. Vermutlich da es spät war und das Wetter zuvor schlecht.
Ich genoss die Ruhe und sah den beten im Tempel zu.
Dann ging es zurück zum Homestay und mein Gastgeber kochte ein fantastisches Essen nur für mich, ich war der einzige Gast. Die ganze Familie war da und es gab einen Arak (Reis Schnaps) den er selbst gebrannt hat nach dem anderen.
Anschließend ging ich in dem sehr schönen Bungalow schlafen.
Ich war müde und morgen wollte ich zum Trekking ausgeruht sein. Es war ein langer Tag.
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