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Heute möchte ich den Vulkan Mt. Batur besteigen. Dieser Vulkan war einst 14000m hoch also 6000 Meter höher als der heutige höchste Berg der Welt, der Everest. Durch Ausbrüche und Erosion ist seine Höhe auf heute 1717m geschrumpft. Neben dem nur 20km entfernten jüngeren Vulkan Mt. Argung sieht er nun wie ein Zwerg aus. Dennoch er auch heute noch aktive.
Sein letzter Ausbruch war im Jahr 2000 nun schlummert der wohl schon 29300 Jahre alte Vulkan gibt aber mit Erdstössen immer wieder zu erkennen dass mit ihm noch zu rechnen ist.
Früh morgens um 3:30 Uhr klingt der Wecker. Es gibt noch ein kleines Frühstück, in meinem Hostel, von wo auch die exklusive Tour für die Gäste startet. 4 Uhr läuft die Gruppe aus 5 Teilnehmern und dem Guide los. 700Hm werden wir in den nächsten 2 Stunden im schummrigen Licht unserer Stirnlampe zurücklegen. Sonnenaufgang ist um 6:05 Uhr.
Ein weiterer Vorteil meiner Unterkunft war, sie ist so günstig gelegen dass wir nach 10min an dem kleinen Pfad angekommen, der zum Gipfel des Batur führt. Der Gipfel des Batur ist in Wolken. Unser Guide will es vom Wetter abhängig machen ob wir unterhalb des Gipfels auf den Sonnenaufgang warten oder diesen am Gipfel bewundern. Denn es macht keinen Sinn am Gipfel in den Wolken zu sitzen und nichts zu sehen. Während wir uns dem Gipfel nähern heben sich auch die Wolken. Es scheint aufzuklaren. Der Guide beschloss wir gehen hoch auf den Kraterrand. Kurz zeigt sich der mächtige Mt Argung dann zieht es wieder zu. Wir sitzen da und hoffen. Zum Sonnenaufgang gibt es tatsächlich eine Wolkenlücke und wir erleben ein gigantisches Schauspiel immer wieder tauchen neue Berge aus dem Nebel auf der Himmel ist tief rot und orange ein echte Erlebnis mit tollen Fotos. Auch den Rinjani der Nachbarinsel Lombok kann man kurz sehen.
Nach 20min zogen erneut Wolken heran. Der Himmel schloss sich wieder. Während die meist Touristen nun wieder auf dem selben Weg absteigen setzen wir die Wanderung am Kraterrand fort. Immer wieder haucht warme schwefliger Luft and uns vorbei und lässt den Vulkan fühlen. Dann steigen wir auf der anderen Seite des Vulkans ein paar hundert Meter ab. Nach eine halben Stunde gibts Vulkan Frühstück. Der Guide kocht im Vulkan. Aus einer Spalte kam super heißer Dampf. Gekochte Eier und gebackene Bananen sowie Wasser für Minztee. Die wilde Minze, die er dort gesammelt hat hatte einen tollen Geruch der sich etwas von unserer Minze unterscheidet, etwas nach Zitronengras schmeckte. Dazu gab es eine große Früchte Platte. Der Stein hier war angenehm warm, wie eine Fußbodenheizung.
Nach dem Frühstück setzen wir unsere Wanderung fort. Wir steigen weiter ab bis wir zu einem Lavafeld kommen. Im Lavastaub konnten wir ein paar hundert Meter wie auf Ski herunter gleiten. Was mega Spaß gemacht hatte. Man muss sich nur trauen zu rennen. Nach weiteren 45min Wanderung erreichten wir den Lucky Tempel. Ein Vulkanausbruch zerstörte das ganze Dorf, bis auf den kleinen Dorf Tempel. Der Lavastrom stoppte wenige Meter davor. Nach kurzer Wanderung erreichten wir eine Straße wo ein Bus auf uns warte und uns zum Hostel zurück gefahren hatte . Ich ruhte mich etwas aus.
Dann setze ich mit dem gemietet men Roller die Besichtigung fort. Ich fuhr am Ufer des Sees entlang. Besichtige einen Tempel, der auf dem 50.000 Rupien Schein abgebildet ist. Er liegt traumhaft im See.
Nach einem kleinen sehr leckeren Mittagessen, Fisch mit balinesischer Soße möchte ich den für die Balinesischen Hindus bedeutendsten und zugleich ältersten Tempel von Bali den Muttertempel oder auch Pura Besakih besuchen. Dieser liegt 40km oder eine Fahrstunde vom Bartur See entfernt. Die Fahrt geht über einen mehrere hundert Meter hohen Pass. Die Straße schlängelt sich empor, man hat noch mal einen tollen Blick über den See. Dann auch zum Meer hinab.
Am Batur See herrscht ein besonderes Klima hier scheint meist die Sonne und es regnet nur selten. Je mehr ich mich vom See entferne um so bewölkter wird es. Ich hatte aber Glück dass es nur ein paar tropfen regnete. Die Straße blieb weitgehend trocken. Nach etwa einer Stunde kam ich beim Besakih Tempel an. Die Zeit war ideal, denn am Nachmittag sind die meisten Touristen bereits weg. Eigentlich ist Besakih eine ganze Tempelstadt. Neben den drei großen Haupttempeln gibt es 52 weitere. Die über hunderte Stufen am Berg gebaut wurden. Es fand auch gerade eine Zeremonie statt. Hunderte traditionelle gekleidete balinesische Gläubige kamen zum beten.
Ich hatte einen Führer der mir viel über die balinesische Kultur und Religion erzählte. Mit ihm durfte ich dann auch in einen der Tempel gehen, der für alle Religion zugänglich ist. Mein Führer erklärte mir das Ritual hier zu beten. Man bekommt von einem Priestern eine Schale mit geweihten Blumen und Reis. Beim beten wird die erste Blume hinter das rechte dann hinter das linke Ohr gesteckt. Dies wird drei mal wiederholt. Am Schluss wird Reis auf die Stirn geklebt.
Ich ließ mir viel Zeit diese tolle Tempelstadt zu besichtigen. Mit dem Wetter hatte ich Glück noch in der früh hat es stark geregnet nun zeigte sich sogar die Sonne. Nur der herrliche Blick auf den Mt Argung und zum Meer blieb mir verwehrt. Diese versteckten sich hinter dicken Wolken.
Es ist schon fast 16 Uhr. Ich schwang mich auf den Roller und fuhr die 40km zurück. Am See ging ich noch in einem Warung zum Abendessen. Als es fast dunkel war erreichte ich mein Hostel. Ich schlief nach dem langen, anstrengenden und ereignisreichen Tag schnell ein.
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