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Montag, 12. März 2018 - Eintrübung, ab Mittag Regen, 22°
Nachtrag zu gestern Abend: Im Hinblick darauf, irgendwo im Internet einen Kommentar über die schreckliche Campervermietung Lucky Rentals zu platzieren, google ich „Lucky Rentals Review". Oh Gottogott, ist wirklich kaum zu glauben, was die Kunden auf Tripadvisor über ihre schlimmen Erfahrungen mit dieser Firma schreiben!!! Im Vergleich zu manchen dieser Kisten war unsere noch geradezu brauchbar. Und dann sagt doch wirklich einer sinngemäss, was für ein Trottel er gewesen sei, sich diese Kommentare nicht vorher anzuschauen. Er spricht mir aus der Seele...
Kurz vor 9 Uhr nehmen wir Abschied vom freundlichen Tim. Der hässliche Ölfleck auf dem Beton scheint ihm keine Sorgen zu bereiten; er werde ihn mit heissem Wasser schon wegkriegen, meint er. Wir fahren die vom Navi berechnete Route über Hamilton, das mit einer neuen, richtungsgetrennten Schnellstrasse umfahren wird. Dreimal halten wir kurz auf Parkplätzen mit WC. Kurz vor dem Ziel zeigt das Navi wieder die gleichen Probleme wie vor drei Wochen, als wir mit dem Mietwagen von Tauranga zurückkamen: Eine Baustelle und neue Streckenführung verwirrt das Gerät; ich muss halten und die Sache klären. Aber schliesslich landen wir auf dem Parkplatz an der Meeresbucht unweit von Lucky Rentals, den ich auf Google Maps für unser Mittagspicknick ausgesucht habe. Die Bucht liegt trocken, es ist Ebbe. Aber nach Landschaftserlebnis ist uns in diesem Moment nicht mehr, zumal bei Regenwetter.
Zur Vermietung sind es zwei Minuten, wir treffen eine Viertelstunde vor der Zeit ein. Eine junge Dame steht sogar unbeschäftigt für mich bereit. Durch die Kommentare gewarnt, bin ich auf alle möglichen Tricks gefasst, um uns zusätzlich Geld abzunehmen. Und wirklich, wie sich herausstellt, ist sie zwar über die Rückerstattung von 50 NZ$, nicht aber über die anderen 95 NZ$ (19 Tage à 5 NZ$) informiert. Sie behauptet, das entsprechende E-Mail auf dem Computer nicht zu finden. Zudem versichert sie, die Rückerstattung sei bereits erfolgt. Ich muss meinen Laptop anwerfen und im Kreditkartenkonto nachsehen: nichts. Mit den Lucky-E-Mails auf meinem Rechner muss ich ihr beweisen, dass man uns die 95 NZ$ zugesichert hat. Nach zweimaligem Nachfragen beim Chef in einem Büro, das mit einseitig dunklen Scheiben abgeschottet ist, erstellt sie dann endlich eine Abrechnung, in der unser Anspruch mit den 103 NZ$ verrechnet wird, die wir als Dieselsteuer nachzahlen müssen (NZ$ 6.50 pro 100 Kilometer). Also sollten nächstens mal 42 NZ$ auf der Kreditkarte gutgeschrieben werden. Hoffentlich.
Inzwischen sind Vera und Peter angekommen, mit denen es ein herzliches Wiedersehen gibt. Oh welche Erleichterung, dass wir nun einfach im Fond des Autos sitzen dürfen, während Peter sich durch den Verkehr dieser Millionenstadt kämpft. Im hübschen, gemütlichen Haus unserer Freunde dürfen wir das gleiche Zimmer im oberen Stock beziehen wie vor drei Jahren. Nachmittagstee, feines Abendessen, gemütliches Zusammensein mit Austauschen von Erinnerungen an frühere Treffen in Griechenland, der Türkei, Frankreich, der Schweiz und Neuseeland. Peter will uns aber später unbedingt eine Folge der australischen Fernsehserie „Married at First Sight" schmackhaft machen. Abgesehen davon, dass wir solchem „Reality TV" nicht viel abgewinnen können, verstehen wir von den Gesprächen nur wenig. Zudem wird die Folge ein Dutzend Mal von Werbung unterbrochen. Schrecklich. Was für ein Glück, dass die Billag-Initiative zur Abschaffung der Rundfunkgebühren mit hohem Mehr abgelehnt wurde!
(Foto: Haus unserer Freunde Peter und Vera)
- comments
David + Nelly Die schoenen Frühlingsblumen erwarten euch. Alles i.o. bei dir daheim. Danke für die Berichten und photos. Bis bald.
bö lucky.... schadenfreude ist halt doch die schönste freude.....aber lacht drüber, ist ja nichts passiert ausser ein bisschen ärger...und den hast Du dir verdient mit Deiner probillag bemerkung. see you and regards