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Es ist fast ein wenig peinlich es zu schreiben, aber nach drei Wochen Natur, Strand und beschaulichem Dorfleben (von Sydney mal abgesehen, aber da haben wir mehr am Strand "abgehangen") haben wir in Melbourne erst mal einen Anfall von Großstadtklaustrophobie erlebt. Besonders Björn war davon betroffen, jedoch habe ich die Vermutung dass Unterzuckerung dieses Empfinden noch verstärkte, zumindest wurde seine Laune nach einem hochpreisigen aber ordentlichen Frühstück besser.
A propos, Australien ist so ziemlich das teuerste was uns nach Tokio begegnet ist. Kilo Broccoli 6$ (Umrechnung 0,85€=1$), abgepacktes Brot 4$, selbst die australischen Äpfel kosten mehr als in Deutschland. Das einzige was hier wirklich günstig und hervorragend ist, ist Fleisch und Sushi bzw. Fisch. Als kostenbewusste Reisende haben wir uns folgerichtig für eine konsequente Sushi-Steak-Garnelen-Diät entschieden.
Aber wieder zum Thema: Melbourne. Die Innenstadt war laut, chaotisch, mit Menschen jeglicher Rasse die relativ muffelig erschienen. Björns erster Vergleich war Dortmund aber da kann ich wirklich nicht zustimmen. Der zweite Vergleich kommt der Wahrheit schon etwas näher, wenn Sydney Miami ist, dann ist Melbourne Chicago. Eindeutig mehr Industrie, mehr Hektik, aber - nach Überwindung des oben erwähnten Schockes- eine interessante Mischung aus antiken Gebäuden, shabby-chic und Glasarchitektur mit der üblichen Geschäftigkeit und Vielfältigkeit einer Großstadt. Eine wunderschöne Skyline direkt am Java Fluss an dessen Ufer wir ein schönes Sushi-Picknick einnahmen (siehe Sparmaßnahmen oben). Aiden isst übrigens inzwischen leidenschaftlich gerne Lachs-Nigiri. Am Tag drauf waren wir im trendigem Stadtteil Carlton, dem "Little Italy" Melbournes und stärkten uns mit einem Frühstück, bevor wir uns aufmachten auf den Weg nach Adelaide entlang der berühmten " Great Ocean Road", einer 400 km langen Küstenstrecke von angeblich atemberaubender Schönheit. Davon dann in einer der nächsten Blogs mehr.
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