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Unsere ersten Erlebnisse in Laos sammelten wir auf einer atemberaubenden, zweitägigen Mekongflussfahrt von Huay Xai, über Pakbeng bis nach Luang Prabang ganz im Norden von Laos. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Einwohner am Mekong entlang als Selbstversorger sich durchs Leben kämpfen. Der Fluss wird für alles genutzt, sei es zum Fischen, zum Wäsche waschen, um die Äcker und die Gärten zu tränken, zum Baden oder als Warentransport.
In Luang Prabang (Unesco Weltkulturerbestadt) nahmen wir an einer Tagestour zu einem Elefantencamp teil, sahen uns gigantische Wasserfälle inmitten von einem Wald an und drifteten zum Abschluss noch mit einem Bambooraft den Fluss entlang zurück. Ja Rafting war eher für Marketingzwecke des Reiseunternehmens, denn das Bambusboot ging fast unter und die Geschwindigkeit begrenzte sich auf Schrittgeschwindigkeit. Zur Zeit unseres Aufenthalts fand auch das 2.Luang Prabang Filmfestival statt, welches Filme von ganz Südostasien präsentierte. Wir sahen uns eine sehr eindrückliche Dokumentation über Laos an, welche mit sehr viel Aufwand und kleinem Budget von Einheimischen erstellt wurde.
Da Laos zu den 20-ig ärmsten Ländern der Welt gehört, sind natürlich auch die Strassen teilweise bedenklich. Für eine Strecke in der wir in Thailand vier Stunden benötigten, muss hier mindestens mit der doppelten Zeit gerechnet werden. Die Busse hupen jedem Einheimischen der neben der Strasse steht um vielleicht noch etwas dazu zu verdienen mit einem zusätzlichen Fahrgast. Und wenn alle Sitze besetzt sind, werden im Mittelgang Plastikstühle aufgestellt bis jeder hinterste Platz besetzt ist. Da für viele Einheimische das Benzin zu teuer ist um lange Strecken zu fahren, wird das Motorrad einfach mit auf den Bus genommen, aber auf dem Busdach. Und ja das Be- und Entladen der Motorräder braucht leider seine Zeit… Da in Laos nur die wichtigsten Strassen geteert sind, sollte man für Strecken über Land in einem geschlossen Fahrzeug sitzen, denn in einem TukTuk oder auf einem Motorrad ist man am Ende der Fahrt mit Staub und Dreck eingehüllt.
Nach der ersten Überlandfahrt wussten es auch wir…
Vom Norden Laos aus liessen wir uns in der Hauptstadt Vientiane nieder, wo es dank der früheren französischen Besetzung sehr viele Bäckereien gibt. Wir genossen die frischen Baguettes und Brötli mit Butter und Marmelade anstelle von Nudelsuppe.
Die Laoten sind trotz ihrer Armut sehr freundliche und hilfsbereite Menschen. Alle grüssten uns immer mit „Sabai-Dii" was Hallo heisst und "Falang" was Ausländer heisst, seien es Kinder oder Erwachsene. Da die Amerikaner in den Jahren 1964-1973 in Laos während 9 Jahren alle paar Minuten Streubomben niederliessen, ist dies unserer Meinung nach nicht selbstverständlich. Leider sind immer noch viele unexplodierte Bomben im Boden vorhanden, was immer wieder für verheerende Unfälle sorgt. In Tha Khaek beschlossen wir unseren Aufenthalt in Laos noch etwas zu verlängern und überquerten dort schnell die Grenze zu Thailand und gleich wieder zurück nach Laos, um nochmals ein gratis Visum (15 Tage) für Laos einzuholen.
Unsere letzten Tage in Laos verbrachten wir auf den traumhaften 4000 Island ganz im Süden von Laos. Auf der kleinen Insel Don Det hatten wir etwas Zeit zum Relaxen und konnten uns wieder etwas aufwärmen. Man glaubt es nicht, aber im Norden von Laos kühlte es teilweise ganz schön ab. Wir machten hier noch einen Kajak Tagesausflug und besichtigten unter anderem die Irrawaddy Süsswasser Delfine (sehr seltene, fast ausgestorbene Art). Ein weiterer Stopp waren die grössten Wasserfälle von Südostasien Khone Pha Pheng, die ziemlich ähnlich zum Rheinfall sind. Auf der Insel übernachteten wir für CHF 4.- pro Nacht in einem ganz gemütlichen Bungalow mit Hängematte. Da es aber auf der Insel kein fliessend Frischwasser gab, mussten wir uns mit dem Wasser vom Mekong zufrieden geben. Wir freuen uns jetzt sehr auf eine WARME und SAUBERE Dusche! So nun heisst es Abschied nehmen von Laos und es geht weiter nach Kambodscha. Wir wünschen allen Zuhause eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
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