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Hallo Freunde!
Ich bin in Argentinien!!!
Doch zuerst muss ich von meinen letzten Tagen in Australien berichten. Das Grillen am Australien Tag war recht unterhaltsam. Die Sonne hat sich zwar geweigert zu erscheinen, aber eigentlich war das gar nicht so schlimm, denn sobald die Sonne ein mal da ist, brennt die wie nichts Gutes! Danach brach meine letzte Woche in Melbourne an und waehrend am Abend die letzten Spiele der Australian Open gespannt verfolgt wurden, ging es ueber Tag Verlobungsringeshoppen (keine Bange nicht fuer mich! Die Freundin bei der ich in Melbourne gewohnt habe, hat sich auf ihrer Reise um die Welt mit ihrem Freund verlobt und da man auf so einer Reise natuerlich nicht den Kopf dafuer hat Ringe auszusuchen, wurde dass dann schnell nachgeholt), auf nach Phillip Island (wo das eigentlich Highlight die Pinguin Parade ist, was wir uns aber aus Preis- und Zeitgruenden gespart haben) oder zur Great Ocean Road, die einfach total schoen ist! Die Great Ocean Road ist eine Kuestenstrassen, direkt am Meer, mit wahnsinnigen Aussichten. Wir sind den ganzen Tag durch die Gegend gefahren, haben hier und dort mal angehalten, die Aussicht genossen oder sind ins Wasser gesprungen. Ein toller Tag! Natuerlich an meinem letzten Tag musste ich noch mal Einkaufen gehen, nicht, weil es dort so unheimlich guenstig ist ("haha"), sondern weil meine FlipFlops, die ich zu 95% der Zeit auf meiner Reise trage, inzwischen komplett durch gelaufen waren und auch schon ein Loch in der Sohle hatten. Wir also in so ein riesiges Shoppingcenter, habe tatsaechlich noch FlipFlops fuer unter 20 Euro gefunden, die mir sogar gefallen und zum Einstimmen auf Suedamerika ging es danach Churros essen. Fuer alle, die es nicht wissen, Churros sind aehnlich wie Donuts, jedoch laenglich und schmal. Man bekommt verschiedene Schokoladendips dazu und weil ich gesehen habe, dass die auch Dulce de Leche auf der Karte hatten, wurde die gleich mit dazu bestellt! ;) Das war ein Festmahl! Churros, Schokolade, frische Erdbeeren und Dulce de Leche! Yummi!
Am naechsten Morgen ging es dann seeeeehr frueh zum Flughafen. Ich ging davon aus, dass mein Flieger um 6:15 Uhr starten sollte, dementsprechend hat mich Ali am Flughafen abgesetzt. Als ich dann noch mal auf mein Ticket geschaut habe, stand da aber nicht 6:15 Uhr sondern 6:50 Uhr. Ich war also schon ca. 40 Minuten zu frueh da, aber was soll's, lieber zu frueh als zu spaet! Ich habe also meine letzten Dollar fuer ein Fruehstueck ausgegeben (denn in dem Billigflieger von Melbourne nach Sydney, von wo aus mein Langstreckenflug starten sollte, sind Essen und Getraenke alla Ryanair natuerlich nicht inklusive) und gewartet. Irgendwann war doch mal die Zeit gekommen durch die Sicherheitskontrollen und zum Gate zu gehen. Ich sitze also vor dem Gate und warte und warte und warte...nachdem die Boardingzeit schon fast eine halbe Stunde in der Vergangenheit lag, kam dann endlich die Meldung, dass das Boardung verschoben wurde, bla bla irgendwas ist kaputt und der Flieger startet spaeter. Da war ich noch entspannt, denn ich wusste, dass ich eh drei Stunden in Sydney warten muesste. Um mir die Zeit zu vertreiben und das letzte Guthaben auf meiner australischen Simcard zu verbrauchen, habe ich also in Mainz bei meinen Schwestern angerufen und so weitere 45 Minuten herum bekommen. Endlich ging es dann ins Flugzeug, wo wir noch mal fast 40 Minuten warten durften, doch als ich hoerte, dass eines der Triebwerke nicht funktiniere und man heraus bekomme muesste, welches es denn sei, war ich doch ganz froh, dass sie dieses Problem vor dem Start bemerkt haben und wir noch immer auf dem sicheren Erdboden waren. Ich kam also gute zwei Stunden spaeter in Sydney an. Und wie jeder International Flughafen ist Sydneys riesen gross. Ich schanppe alle meine Sachen und suche nach dem Wegweiser fuer die International Departures, aber Pustekuchen, nichts zu finden. Ich irre also ein bischen in der Gegend herum und frage schliesslich zwei Maenner in der Naehe des Ausgangs, die hier her zu gehoeren schienen. Die erklaeren mir, dass man nicht laufen kann, denn es ist viel zu weit, aber das es einen Shuttlebus gibt, der regelmaessig faehrt und auch nur 5,50 Dollar kostet... Super Sache, dass ich nur noch 1,10 Dollar uebrig hatte und nicht unbedingt noch mal Dollar abheben wollte, die ich sowie so nicht mehr brauche (es war nur Barzahlung moeglich). Ich habe mich also drei Mal vergewissert, dass ich nicht zu Fuss gehen kann und war schon kurz davor weitere 50 Dollar abzuheben, da drueckt mir einer der beiden Herren 10 Dollar in die Hand und wuenscht mir weiter eine schoene Reise! Die sind wirklich nett die Australier :) ich also in den Bus, zum Einchecken und was erzaehlt mir der freundliche Mitarbeiter dort, der Flug nach Buenos Aires hat jetzt schon eine Stunde Verspaetung, ich kann die Boardingzeit also ignorieren und erst eine Stunde spaeter dort erscheinen. Es hiess also, zum wiederholte Male an diesem Tag, warten. Als wir dann endlich ins Flugzeug konnte, bekam ich dann den naechsten Schock, denn wenn man von Emirates und Etihad verwoehnt, kleine Personalscreens auf den Fluege gewoehnt ist und man dann bei einer Reisezeit von 16 Stunden nur einen ollen Tisch vor sich sieht, ist man doch schon mehr als enttaeuscht. In Kompnation mit der ganzen Verspaetung war ich echt angepisst, aber wenn ich schon 23 Stunden im Bus von Hervey Bay nach Cairns ueberstanden habe, sollten 16 Stunden Flug doch ein Klacks sein! Und wie ihr lesen koennt, ich LEBE noch ;) *hehe*
In Buenos Aires angekommen hat mich meine Cousine abgeholt und zusammen sind wir nach La Plata gefahren. Die Stadt liegt suedlich von Buenos Aires und ist wirklich nicht weit entfernt, so um die 50 km wuerde ich schaetzen. Ich war also heile bei der Familie angekommen und fast haette ich meine Mutter daheim aufatmen hoeren koennen, denn jetzt war ich immerhin im "sicheren Suedamerika" :P
Die ersten Tage habe ich in La Plata verbracht, viel viel geschlafen, denn der Zeitunterschied von 12 Stunden ist schon ganz schoen happig. Wenn ich dann mal wach war, habe ich die Reste meines schlechten Spanisch zusammen gekratzt und versucht Konversation zu ueben. Mit meinen Cousinen ist das kein Problem, die sprechen Englisch ;) Und mit meiner Tante ging das auch so weit ganz gut, ich spreche schlechtes Spanisch und sie nur sehr teilweise Englisch, aber das passt schon. Zum Glueck sprechen meine lieben Onkel allesamt Deutsch, was so zwischendurch mal ganz schoen ist ;) Obwohl mich, dass ich mich halt mit Englisch und Deutsch durchschummeln kann, davon abhaelt viel Spanisch zu reden, aber ich bin ja auch auf Urlaub hier, nicht wahr!?
Mit meinen drei Cousinen, die allesamt in meinem Alter sind *jippi* ging es dann fuer einen Tag nach Buenos Aires. Die Stadt ist toll und da bei meinem letzten Besuch hier 2001/2002 die Hoelle los war, mit Waehrungsabwertung und Jeder-Darf-Mal-Praesident-Sein, war dies mein erster Besuch im Paris Suedamerikas. Wusstet ihr, dass Buenos Aires mehr Theater besitzt als New York? Wie empfohlem von Aida und Ali waren wir auf dem Friedhof, der ueberhaupt nicht gruselig ist, sonder eher wie eine kleine Stadt ausschaut. da jede Familie ein ganzes Morsoleum oder Aehnliches dort aufgestellt hat. Natuerlich reicht ein Tag nicht aus, um Buenos Aires zu erkunden, daher werden wir wahrscheinlich noch einen Tag fahren, wenn ich zurueck bin in La Plata. Doch letzten Dienstag ging es fuer mich auf nach Tandil, wo meine Tante schon am Wochenende hingefahren ist und wo einiges an Familie von ihr wohnt. Tandil hat einiges an Sehenswertes zu bieten, der sich bewegende Stein, der Leidensweg Christi oder einen schoenen See zum Beispiel. Aber bevor ich mir das Alles angucken konnte, musste ich da erstmal hinkommen. Es klingt ganz einfach, man steigt in den Bus ein, faehrt eine Weile und steigt an gewuenschtem Ort wieder aus. Nur, dass man sich in Argentinien auskennen muss, aber dazu spaeter. Es begann damit, dass auf meinem Ticket stand "Nach: Tandil....Bus Richtung: Necochea" Das ist leicht, mein steigt in den Bus ein, an dem Necochea dran steht, doch wenn zu der Zeit, zu der man Abfahren soll, drei Busse von der Firma ankommen, mit der man fahren soll und an zwei von denen Tandil und an einem Necochea steht, in den aber niemand um einen herum einsteigt, wird die Sache schon etwas knifflig... Ich bin ja aber ein kluges Maedchen und frage mutig die Dame, die neben mir steht, ob sie wuesste, welcher Bus, der Richtige ist. Sie will auf mein Ticket gucken, hat ihre Brille aber nicht mit, schickt mich also zu einem der Busfahrer und erklaert grosszuegig, sie passt dann auf mein Gepaeck auf! Nun gut, ich also nach gefragt und den richtigen Bus gefunden. Ich habe es also bis in den Bus geschafft, jetzt musste ich nur noch an der richtigen Stelle aussteigen. Denn nicht, dass irgendjemand oder irgendwas anzeigen wuerde, was der naechste Stop, oh nein. Die Argentinier WISSEN einfach, dass sie Aussteigen muessen...und das ist nicht nur bei den Langstreckenbussen so, auch die Busse in der Stadt, die halten einfach an jeder zweiten Quadra, die Haltestellen (so fern man, das so nennen kann) haben einfach keine Namen, man weiss ja, wo man Aussteigen will... ;) Nun ja, ich habe mich dann einfach an der Ankunftszeit orientiert, was ganz gut geklappt hat (auch das musste ich erfragen, das steht naemlich nicht auf dem Ticket, aber ich glaube, dass tut es bei uns auch nicht, oder?).
Nun ja, ich habes gut, bis nach Tres Arroyos geschafft. Das ist das Dorf oder besser gesagt inzwischen die Stadt, in der meine Mutter aufgewachsen ist. Ich bin bei meinem Onkel untergekommen und leider sind meine Cousine und Cousins nicht mehr hier. Ich werde also wahrscheinlich in den naechsten Tagen hier sein, auf den Hof raus fahren, Freunde und Bekannte meiner Mutter besuchen und herzlich Gruessen (Yessa, mit meinem unglaublich guten Spanisch!!!) und dann vielleicht noch nach Claromeco fahren, wo mein Onkel aus Holland gerade Urlaub macht. Alle drei Onkel in einem Land, das ist schon echt was Besonderes! ;)
So Freunde, meine Hand tut schon etwas weh vom Schreiben und ich denke, die Geschaefte hier sind wieder geoeffnet, die muss ich mir also noch mal anschauen!
Liebe Gruesse aus Tres Arroyos,
Alicia
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